Edelstahlschrauben in der Industrie

Edelstahlschrauben in der Industrie - Schlitz

Vorteile von Edelstahlschrauben in der Industrie

Seit einigen Jahren entdecken immer mehr Verarbeiter die Vorteile von Edelstahlschrauben für ihre Arbeiten. Wurden Edelstahlschrauben wegen der höheren Kosten in der Vergangenheit vornehmlich in der Nahrungsmittelindustrie, in der Pharma- und Kosmetikindustrie, im chemischen Apparatebau und in der Medizintechnik verwendet, so erobern die rostfreien Schrauben immer mehr ihren Platz im allgemeinen Maschinenbau, in Schlossereien, dem Metallbau und in der Möbelproduktion.

Edelstahl weist wegen seines niedrigen Kohlenstoffgehaltes und des hohen Chromanteils ein sehr gutes Korrosionsverhalten auf. Seine Korrosionsbeständigkeit verdankt Edelstahl einer chemischen Reaktion, bei der sich in Verbindung mit dem Sauerstoff aus der Luft oder Wasser an der Oberfläche eine hauchdünne Passivschicht bildet, die den Stahl vor äußeren Einflüssen schützt. Die besondere Eigenschaft von Edelstahl ist, dass die Schichtbildung auch nach einer Beschädigung der Oberfläche selbsttätig erfolgt und der Stahl wieder vollständig geschützt ist. Dadurch sind Edelstahlschrauben korrosionsbeständig, hygienisch, wartungsarm und sehr langlebig. Die höheren Kosten werden durch diese Vorteile mehr, als aufgehoben.

Güteklassen bei Edelstahl

Eine Übersicht der gebräuchlichsten Edelstähle sortiert nach Werkstoffnummer und Verwendungszweck gibt es auf Wikipedia

V2A

WNr. 1.4301 (X5CrNi18-10), AISI 304 (V2A)

1.4301 ist die erste kommerzielle nichtrostende Stahlsorte und heute mit einem Produktionsanteil von 33 % der am häufigsten eingesetzte rostfreie Stahl. Es ist ein austenitischer, säurebeständiger 18/10 Cr-Ni-Stahl, der wegen seines niedrigen Kohlenstoffgehalts nach dem Schweißen bei Blechstärken bis 5 mm auch ohne nachträgliche Wärmebehandlung interkristallin beständig ist. Er ist für eine Temperaturbeanspruchung bis 600 °C zugelassen. Bei höheren Arbeitstemperaturen sollte der titanstabilisierte Stahl nach WNr. 1.4541 verwendet werden. Der Stahl ist einer der wenigen Werkstoffe, die für Tiefsttemperaturanwendungen bis nahe zum absoluten Nullpunkt geeignet sind. Die Schweißbarkeit ist nach allen elektrischen Verfahren gut, ein Gasschmelzschweißen sollte nicht angewendet werden. Der Stahl hat eine sehr gute Polierfähigkeit und eine besonders gute Verformbarkeit durch Tiefziehen, Abkanten, Rollformen etc. Bei der Zerspanung muss wegen der Neigung zur Kaltverfestigung mit Werkzeugen aus hochlegiertem Schnelldrehstahl oder Hartmetall gearbeitet werden. Der Stahl ist gegenüber Chloridionen nicht beständig.

Verwendung: Der Stahl ist gegen Wasser, Wasserdampf, Luftfeuchtigkeit, Speisesäuren sowie schwache organische und anorganische Säuren beständig und hat sehr vielfältige Verwendungsmöglichkeiten beispielsweise in der Nahrungsmittelindustrie, im Maschinenbau, bei der Getränkeproduktion, in der Pharma- und Kosmetikindustrie, im chemischen Apparatebau, in der Architektur, im Fahrzeugbau, für Haushaltsgegenstände und -geräte, für chirurgische Instrumente, im Schrank- und Küchenbau, bei Sanitäranlagen, für Schmuckwaren und Kunstgegenstände. Die Korrosionsbeständigkeit wird durch das Elektropolieren wesentlich erhöht. Dies wird insbesondere in der Pharma-, Lebensmittel-, Medizin- und Fassadentechnik gefordert. Ungeeignet ist dieser Cr-Ni-Stahl für Anwendungen in Schwimmbädern und in Seewasser (siehe auch Spannungsrisskorrosion).

(Quelle: Wikipedia)

V4A

WNr. 1.4401 (X5CrNiMo17-12-2) AISI 316, (V4A)

Austenitischer rostfreier Stahl mit ausgezeichneter Korrosionsbeständigkeit.

Anwendung: Laut DVGW-Arbeitsblatt W541 (Grundlage für die Anforderungen an Rohre aus nichtrostenden Stählen für die Trinkwasser-Hausinstallation) wird der Stahlwerkstoff 1.4401 (neben 1.4571) am häufigsten eingesetzt. Es handelt sich hier um einen Chrom-Nickel-Stahl mit Molybdänzusatz. Dieser Stahl ist gut kalt umformbar (biegen, stanzen, tiefziehen), allerdings nicht leicht zerspanbar. Wegen seiner starken Verfestigung bedarf es entsprechender Werkzeuge. Eine starke Verformung kann den Stahl etwas magnetisieren. Wird der Stahl bei Temperaturen zwischen 500 °C und 900 °C gehalten, können sich Chromkarbide in den Korngrenzen ausscheiden, was die Beständigkeit gegenüber interkristalliner Korrosion katastrophal verschlechtern kann. Ein Lösungsglühen ist dann nötig, um die Karbide aufzulösen, gefolgt von einem raschen Abschrecken, um jegliche neue Ausscheidung zu verhindern. Ein Abschrecken nach einer thermischen Behandlung wird in jedem Fall empfohlen. Dieser Stahl ist mit allen gängigen Methoden leicht schweißbar, mit Ausnahme der Sauerstoff-Azetylen Flamme. Nach dem Schweißen sollte ein Weichglühen mit anschließendem Abschrecken erfolgen, um das Risiko einer interkristallinen Korrosion auszuschließen.

(Quelle: Wikipedia)

Weitere allgemeine Informationen zu:

Antriebstechnik

Edelstahl-Fittings

Kugellager

Bei der Antriebstechnik geht es um technische Systeme, bei denen erzeugte Energie durch Kraftübertragung in Bewegung umgesetzt wird. Die Antriebstechnik leitet sich von dem Wort „Antrieb“ ableitet, wobei es unerheblich ist, ob der verwendete Antrieb z.B. mechanisch, pneumatischen oder elektrisch ist. Wichtig in diesem Zusammenhang mehr die Ansteuerung der verschiedenen Antriebselemente. Diese bilden zusammen mit der Antriebstechnik und dem eigentlichen Antrieb den Antriebsstrang.
Bei einem Fitting handelt es sich um genormte Zubehörteile im Rohrleitungsbau. Der Begriff "Fitting" (deutscher Plural: Fittings) kommt aus dem Englischen und bedeutet soviel wie "Passstück, Zubehörteil bzw. Zubehör. Es werden im allgemeinen Sprachgebrauch Verbindungsstücke bezeichnet und wird im Rohrleitungsbau in unterscheidlichen Formen und Typen verwendet.
Der Begriff „Kugellager“ wird umgangssprachlich verwendet und beschreibt eine Untergruppe der Wälzlager. Hierbei besteht der Walzköper, wie der Name es schon sagt, aus Kugel, die zwischen einem so genannten Innenring und einem Außenring liegen. Die Kugeln werden i.d.R. durch einen s.g. Käfig aus Kunststoff oder niederlegiertem, ungehärtetem Stahl im gleichen Abstand zueinander gehalten. Durch die optimierte Schmierung zwischen den Kugeln verringern diese als rollender Körper den Reibungswiderstand zwischen dem Innen- und dem Außenring. Das Kugellager dient als Fixierung für Achsen oder Wellen und kann radiale oder axiale Kräfte aufnehmen. Je nach Bauform können auch beide Kraftrichtungen abgeleitet werden.